Ein Umzug besteht aus vielen kleinen Aufgaben, und die meisten davon haben eine Frist: Kündigung, Halteverbot, Ummeldung, Nachsendeauftrag. Wer sie in der richtigen Reihenfolge angeht, hat am Umzugstag Ruhe. Diese Checkliste ist aus unseren Umzügen in Kassel entstanden – sie zeigt, wann etwas zu tun ist, nicht nur was.
Tipp: Speichern Sie diese Seite auf dem Handy oder drucken Sie sie aus. Alles, was wir für Sie übernehmen können, ist mit „→ Böhms“ markiert.
8 Wochen vorher: Weichen stellen
- Mietvertrag kündigen – die gesetzliche Frist beträgt in der Regel drei Monate; prüfen Sie Ihren Vertrag.
- Umzugstermin festlegen – unter der Woche und in der Monatsmitte ist es leichter, einen Termin zu bekommen.
- Umzugsunternehmen anfragen und Besichtigung vereinbaren → Böhms. Je früher, desto sicherer der Wunschtermin.
- Urlaub beantragen – ein bis zwei Tage für den Umzug, ein weiterer für Behördengänge.
- Bei beruflich bedingtem Umzug: Belege sammeln, Kostenübernahme mit dem Arbeitgeber klären (siehe Umzugskosten).
- Aussortieren beginnen – Keller, Dachboden, Kleiderschrank. Was weg soll, entsorgen wir im Rahmen einer Entrümpelung → Böhms.
4 Wochen vorher: Organisieren
- Angebot annehmen und Termin bestätigen lassen.
- Halteverbotszone beantragen – für Start und Ziel, mindestens eine Woche vorher bei der Stadt; wir übernehmen das → Böhms. Details im Artikel zur Halteverbotszone.
- Kartons und Packmaterial besorgen – oder liefern lassen → Böhms. Faustregel: 20 bis 30 Kartons pro Person.
- Nachsendeauftrag bei der Post einrichten (ab 2 Wochen vor dem Umzug möglich, läuft 6 oder 12 Monate).
- Verträge ummelden oder kündigen: Strom, Gas, Wasser, Internet und Telefon, Zeitungsabo, Fitnessstudio, Versicherungen (Hausrat, Haftpflicht – Umzug melden!).
- Kinderbetreuung und Haustiere für den Umzugstag organisieren.
- Handwerker buchen, falls in der alten Wohnung Schönheitsreparaturen anstehen.
- Wohnungsgeberbestätigung beim neuen Vermieter anfordern – Sie brauchen sie für die Ummeldung.
2 Wochen vorher: Packen
- Raum für Raum packen, mit dem beginnen, was Sie am wenigsten brauchen: Bücher, Deko, Saisonkleidung, Keller.
- Kartons beschriften: Raum und Inhalt auf zwei Seiten – wie es geht, steht im Artikel Kartons richtig packen.
- Wertsachen und Dokumente separat in eine Tasche, die Sie selbst transportieren: Ausweise, Verträge, Schmuck, Festplatten, Medikamente.
- Möbel ausmessen: Passt die Schrankwand in die neue Wohnung? Passt das Sofa durchs Treppenhaus? Im Zweifel fragen → Böhms.
- Aufzug reservieren (Hausverwaltung informieren, Schutzmatten vereinbaren) – am Start und am Ziel.
- Nachbarn informieren, vor allem bei engen Straßen und wenn die Halteverbotszone Parkplätze belegt.
- Zählerstände-Foto vorbereiten: Welche Zähler gibt es, wo sind sie?
Beschriftete Kartons werden beim Ausladen direkt in den richtigen Raum getragen – das spart am Zielort Stunden.
Die letzte Woche: Vorbereiten
- Kühlschrank und Gefrierschrank leer essen, 24 Stunden vor dem Umzug abtauen und trocknen.
- Waschmaschine entleeren, Transportsicherung einsetzen (die Schrauben, die beim Kauf dabei waren) – oder uns überlassen → Böhms.
- Lampen abbauen, Kabel sichern, Glühbirnen separat verpacken.
- Pflanzen in Kartons mit offenem Deckel stellen, am Umzugstag zuletzt einladen.
- Erste-Nacht-Karton packen: Bettwäsche, Handtücher, Kulturbeutel, Toilettenpapier, Ladekabel, Werkzeug, Küchenrolle, Kaffee und Tassen, Snacks, Medikamente, Kinderlieblingsdinge.
- Bargeld und Verpflegung für den Umzugstag einplanen, Wasser für alle.
- Kontakt zum Umzugsteam: Telefonnummer des Ansprechpartners speichern, Schlüsselübergaben klären.
Der Umzugstag
- Zählerstände ablesen und fotografieren (Strom, Gas, Wasser, Heizung) – in beiden Wohnungen.
- Parkplatz freihalten: Steht ein Auto in der Halteverbotszone, früh genug Ordnungsamt rufen.
- Kartons und Möbel bereitstellen, Wege frei räumen.
- Einweisen: Was ist besonders empfindlich, was darf nicht gekippt werden, welcher Karton gehört in welchen Raum.
- Rundgang zum Schluss: Alle Schränke, Schubladen, Keller, Dachboden, Garage, Briefkasten leer?
- Alte Wohnung übergeben: Protokoll mit Zählerständen und Zustand, Schlüssel zählen, Fotos machen.
- Neue Wohnung: Erste-Nacht-Karton zuerst rein, Betten zuerst aufbauen, Kühlschrank aufstellen und erst nach ein paar Stunden anschließen.
Nach dem Umzug
- Innerhalb von 2 Wochen ummelden beim Bürgerbüro – mit Wohnungsgeberbestätigung und Ausweis. Alles dazu im Artikel Ummelden in Kassel.
- Auto ummelden (Zulassungsstelle), Hund anmelden (Hundesteuer), Rundfunkbeitrag ummelden.
- Bank, Arbeitgeber, Krankenkasse, Schule/Kita, Ärzte, Online-Shops über die neue Adresse informieren.
- Klingel- und Briefkastenschild anbringen.
- Kaution der alten Wohnung im Blick behalten – der Vermieter hat dafür in der Regel einige Monate Zeit.
- Rechnung aufheben für die Steuererklärung (haushaltsnahe Dienstleistung).
Lieber abgeben?
Vieles aus dieser Liste nehmen wir Ihnen ab: Halteverbotszone, Kartons, Verpackung, Möbelmontage, Entrümpelung, Entsorgung. Fragen Sie eine kostenlose Besichtigung an – dann planen wir Ihren Umzug in Kassel gemeinsam, und die Checkliste wird deutlich kürzer.