Gut gepackte Kartons sind der halbe Umzug: Sie lassen sich schnell tragen, sicher stapeln und am Zielort direkt in den richtigen Raum bringen. Schlecht gepackte Kartons reißen, kippen – oder stehen drei Wochen später immer noch unausgepackt im Flur, weil niemand weiß, was drin ist. Hier sind die Regeln, nach denen unser Team packt.

Kurz gesagt: Maximal 20 Kilo pro Karton, Schweres nach unten, Hohlräume ausfüllen, Deckel verschließen, jeden Karton mit Raum und Inhalt beschriften – auf zwei Seiten. Und einen „Erste-Nacht-Karton“ packen, der zuletzt ein- und zuerst ausgeladen wird.

Wie viele Kartons brauchen Sie?

Als Faustregel rechnen wir mit 20 bis 30 Kartons pro Person – ein 2-Personen-Haushalt mit 3 Zimmern liegt meist bei 50 bis 70 Kartons. Bücherfreunde, Hobbyköche und Familien mit Kindern brauchen mehr. Lieber zehn Kartons zu viel bestellen als am Abend vor dem Umzug mit Müllsäcken improvisieren.

Welche Kartons? Stabile Umzugskartons mit doppeltem Boden tragen Bücher und Geschirr. Bananenkisten sind für leichte, unempfindliche Dinge in Ordnung, aber nicht stapelbar und ohne Deckel. Für Kleidung lohnen sich Kleiderboxen mit Stange: Hemden und Jacken bleiben auf dem Bügel, nichts wird gebügelt. Gläser und Flaschen kommen in Kartons mit Einsätzen.

Kartons und Packmaterial liefern wir vor dem Umzug – auch zur Leihe.

Die Grundregeln beim Packen

  1. Schweres nach unten, Leichtes nach oben. Bücher und Konserven in den Boden, Kissen und Lampenschirme obendrauf.
  2. Maximal 20 Kilo. Ein Bücherkarton ist nach einem Drittel voll – füllen Sie ihn mit Leichtem auf. Testen Sie: Können Sie den Karton selbst noch anheben?
  3. Hohlräume ausfüllen. Zeitungspapier, Handtücher, Socken. Ein Karton, in dem nichts wackelt, kann nichts beschädigen.
  4. Deckel schließen und zukleben. Nur geschlossene Kartons sind stapelbar – im Wagen stehen sie bis unter die Decke.
  5. Raum für Raum packen. Nicht „alles Kleine aus der Wohnung“ in einen Karton, sondern Küche in Küchenkartons, Bad in Badkartons. Das Auspacken geht dann doppelt so schnell.

Blick in den Umzugswagen: in Folie verpackte weiße Möbel und dicht gestapelte Umzugskartons Nur stabile, geschlossene Kartons lassen sich so stapeln, dass im Wagen nichts verrutscht.

So packen Sie empfindliche Dinge

Gläser und Tassen: einzeln in Packpapier einschlagen, stehend (nicht liegend) in den Karton, Zwischenräume ausfüllen. Stielgläser bekommen eine zweite Lage Papier um den Stiel.

Teller: einzeln einschlagen und hochkant stellen – liegend bricht der unterste Teller unter dem Gewicht der anderen.

Bilder und Spiegel: Ecken mit Kantenschutz oder Pappe polstern, in Decken oder Luftpolsterfolie einschlagen, hochkant transportieren und mit „Glas – nicht legen“ beschriften. Große Bilder packt unser Team in Bilderkartons.

Bücher: nur kleine Kartons, Rücken nach unten oder liegend, nie mit dem Rücken nach oben.

Elektronik: wenn möglich in die Originalverpackung; sonst Kabel beschriften und fotografieren, Geräte in Decken einschlagen. Fernseher stehend transportieren.

Flüssigkeiten: Flaschen in Gefrierbeutel, aufrecht in einen Karton, der mit „oben“ markiert ist. Reinigungsmittel und Lebensmittel getrennt von allem anderen.

Pflanzen: in offene Kartons stellen, nicht stapeln, als Letztes ein- und als Erstes ausladen.

Beschriften: die wichtigste Minute des ganzen Umzugs

Auf jeden Karton gehören drei Angaben – mit dickem, wasserfestem Stift, auf zwei Seiten (nicht auf den Deckel, der ist im Stapel nicht sichtbar):

  • Zielraum in der neuen Wohnung: „Küche“, „Schlafzimmer“, „Kinderzimmer Emma“
  • Inhalt in Stichworten: „Gläser“, „Winterjacken“, „Bücher Regal links“
  • Hinweise: „zerbrechlich“, „oben“, „zuerst auspacken“

Unser Team trägt beschriftete Kartons direkt in den richtigen Raum. Ohne Beschriftung landet alles im Flur – und Sie räumen am Abend um.

Ein Nummernsystem hilft bei großen Haushalten: Kartons durchnummerieren und in einer Liste im Handy festhalten, was in welcher Nummer ist. So finden Sie den Dosenöffner, ohne zwanzig Kartons zu öffnen.

Der Erste-Nacht-Karton

Packen Sie einen Karton (oder eine Tasche), die am Umzugstag bei Ihnen bleibt oder zuletzt eingeladen wird:

  • Bettwäsche, Handtücher, Schlafsachen
  • Kulturbeutel, Toilettenpapier, Medikamente
  • Ladekabel, Taschenlampe, kleines Werkzeug, Cuttermesser
  • Kaffee oder Tee, Tassen, Wasserkocher, ein paar Snacks
  • Wichtige Dokumente, Schlüssel, Bargeld
  • Für Kinder: Lieblingskuscheltier, ein Spiel; für Haustiere: Futter und Napf

Was Sie nicht selbst packen sollten

Alles, was wertvoll, schwer oder sperrig ist, überlassen Sie besser uns: Küche, Glasvitrine, Aquarium, Klavier, Antiquitäten. Unsere Mitarbeiter haben Packpapier, Kantenschutz, Folie und Decken dabei – und die Routine aus hunderten Umzügen. Beim Verpackungsservice packen wir auf Wunsch die komplette Wohnung ein und am Ziel wieder aus; Sie legen nur fest, was wohin soll.

Ein guter Kompromiss: Sie packen Kleidung, Bettwäsche und Unzerbrechliches, wir übernehmen Küche, Glas und Bilder. Das spart Kosten, ohne Bruch zu riskieren – mehr dazu im Artikel Umzugskosten in Kassel.

Kostenlose Besichtigung anfragen – wir sagen Ihnen auch gleich, wie viele Kartons Sie brauchen.