Ob ein Möbelstück den Umzug heil übersteht, entscheidet sich nicht auf der Straße, sondern beim Verladen. Ein Wagen, in dem nichts verrutschen kann, fährt auch über Kopfsteinpflaster und durch jede Kurve ohne Kratzer. Hier zeigen wir, wie unser Team verpackt, stapelt und sichert – und was Sie vorab tun können, damit es schneller geht.

Kurz gesagt: Polstermöbel kommen in Stretchfolie, Holz unter Umzugsdecken, Kanten und Glas bekommen zusätzlichen Schutz. Im Wagen gilt: schwer und stabil nach vorn und unten, Kartons dicht gestapelt, alles mit Spanngurten oder Sperrstangen gegen Verrutschen gesichert. Kühlschränke werden stehend transportiert und erst nach einigen Stunden wieder angeschlossen.

Schritt 1: Verpacken in der Wohnung

Polstermöbel (Sofa, Sessel, Matratzen) wickeln wir komplett in Stretchfolie ein. Die Folie schützt vor Schmutz, Nässe und Scheuerstellen – und sie hält Kissen und lose Teile zusammen. Matratzen bekommen zusätzlich eine Hülle.

Holzmöbel werden zerlegt, soweit es sinnvoll ist: Betten, Schränke, Regale und Tische. Schrauben und Beschläge kommen in beschriftete Beutel, die am Möbelstück befestigt werden. Was nicht zerlegt wird, bekommt Umzugsdecken und an den Kanten Pappe oder Kantenschutz.

Glas, Spiegel und Bilder werden einzeln verpackt und stehend transportiert. Glasplatten von Tischen nehmen wir ab und packen sie wie ein Bild.

Kleinmöbel wie Hocker, Stühle oder Beistelltische werden foliert, damit Beine und Lehnen nicht an anderen Teilen scheuern.

Umzugskartons, ein folierter Hocker, Lattenrost und Holzteile unter Decken im Umzugswagen Bett zerlegt, Lattenrost und Holzteile unter Decken, der Hocker in Folie – jedes Teil ist vor dem Verladen geschützt.

Schritt 2: Verladen mit System

Beim Beladen gilt eine feste Reihenfolge: Schwere, stabile Teile nach vorn an die Stirnwand und nach unten – Waschmaschine, Kühlschrank, Schrankwände, Kommoden. Darauf und dahinter folgen Kartons, dicht an dicht gestapelt, die schwersten unten. Empfindliches und Sperriges – Lampen, Pflanzen, Spiegel – kommt zuletzt und so, dass nichts darauf liegt.

Zwei Grundsätze, die jeder unserer Mitarbeiter verinnerlicht hat:

  1. Formschlüssig laden. Zwischen den Teilen bleibt kein Spalt, in dem sich etwas bewegen könnte. Lücken werden mit Decken, Kissen oder weichen Kartons gefüllt.
  2. Nichts kippt. Hohe Teile wie Schränke oder Kühlschränke stehen an der Wand oder an einem anderen stabilen Möbelstück und werden gesichert.

Blick in den Umzugswagen: in Folie verpackte weiße Möbel und dicht gestapelte Umzugskartons Formschlüssig geladen: Schrank an der Wand, Kartons bis unter die Decke, kein Spalt dazwischen.

Schritt 3: Ladungssicherung

Unsere Wagen haben an den Seitenwänden Zurrschienen. Daran befestigen wir Spanngurte, die Möbelgruppen fest an die Wand ziehen, und Sperrstangen, die die Ladung nach hinten abriegeln. Jede Ladeeinheit ist so gesichert, dass sie auch bei einer Vollbremsung an Ort und Stelle bleibt – nicht nur für Ihr Umzugsgut, sondern auch, weil es die Straßenverkehrsordnung verlangt.

Möbel unter Umzugsdecken, mit Folie geschützte Holzplatten und eine Sperrstange im Umzugswagen Decken gegen Kratzer, Folie gegen Nässe, die Sperrstange hält alles an seinem Platz.

Sonderfälle: Kühlschrank, Waschmaschine, Standuhr, Klavier

Kühlschrank und Gefrierschrank: mindestens 24 Stunden vorher abtauen, trocknen, Türen mit Klebeband sichern. Transport möglichst stehend, damit das Kältemittel nicht in den Kompressor läuft. Am Ziel aufstellen und erst nach einigen Stunden einschalten – lag das Gerät liegend, besser einen halben Tag warten.

Waschmaschine: Wasser ablassen, Schläuche abschrauben, Transportsicherung (die Schrauben hinten am Gerät) einsetzen. Ohne Sicherung kann die Trommel beim Transport Schaden nehmen. Wenn die Schrauben fehlen, sagen Sie uns Bescheid – wir haben Ersatz dabei.

Standuhr: Pendel und Gewichte aushängen und separat verpacken, Uhrwerk sichern. Im Wagen steht die Uhr aufrecht an der Wand, mit Gurt gesichert – wie auf dem Titelbild dieses Artikels.

Klavier und Flügel: Hier arbeiten wir mit Klavierrollern, Tragegurten und mindestens drei Personen. Sagen Sie es bei der Besichtigung, damit wir das richtige Equipment einplanen.

Aquarium: leer, trocken und in Decken; Fische und Pflanzen transportieren Sie am besten selbst in Eimern mit Deckel.

Was Sie vorbereiten können

  • Kühlschrank abtauen, Waschmaschine sichern (siehe oben)
  • Schubladen leeren oder mit Folie sichern, Schranktüren abschließen oder zukleben
  • Lampen abbauen, Glühbirnen separat verpacken
  • Kleinteile und Schrauben nie lose in Schubladen lassen
  • Uns sagen, was besonders wertvoll oder empfindlich ist – Erbstücke, Antiquitäten, teure Elektronik

Versicherung: der Fall der Fälle

Trotz aller Sorgfalt kann etwas passieren. Ihr Umzugsgut ist bei uns im Rahmen der gesetzlichen Haftung des Umzugsunternehmens abgesichert. Besonders wertvolle Stücke sprechen wir bei der Besichtigung einzeln durch – für sie kann eine zusätzliche Transportversicherung sinnvoll sein; sprechen Sie uns darauf an. Schäden werden am Umzugstag dokumentiert, damit die Regulierung unkompliziert läuft.

Sie haben einzelne Möbel, die von A nach B sollen? Dann ist unser Möbeltransport das Richtige – oder Sie fragen gleich den kompletten Umzug an.